Konzerttermine

Uraufführung "at nox"



Die Uraufführung „at nox“ wird unbestimmt verschoben.

Das Weltall ist faszinierend und ein großes Rätsel. Daran hat auch die Wissenschaft, trotz aller Bemühungen, bisher nicht wesentlich etwas ändern können. Gerade in Zeiten der Klimadiskussion ist der Blick nach „draußen“ hilfreich und relativiert manches. Nach „außen“ ist ja schon nicht richtig, denn wir sind mit allem auch Teil des Universums und was für einer.
Das neue Werk „at nox“ versucht einerseits die Faszination des Unendlichen in Zeit und Raum (?!) auszudrücken, andererseits aber auch die Menschheitsgeschichte einfließen zu lassen. Das Weltbild ist immer direkt mit dem Leben, etwa durch konkrete Machtstrukturen verbunden gewesen. Wie lange hat es gedauert, bis nach dem geozentrischen endlich das heliozentrische Weltbild akzeptiert wurde und wie sich auch das als nicht ausreichend erwies.
Der Titel „at nox“ spiegelt nicht nur die nötige Nachtzeit, sondern ist auch Symbol für viele ungeklärte Fragen. Das Unfassbare soll mit neuen Tönen und Texten verschiedener Jahrhunderte in verschiedenen Sprachen eine besondere Emotionalität erhalten. Mond, Planeten, Sonne, Galaxien, dunkle Materie und schwarze Löcher mit der Hawking-Strahlung spannen ein faszinierendes Feld auf. Texte von Lukrez, Kopernikus, Voltaire, Goethe, B. Brecht, F. Dürrenmatt, A. Einstein und anderen.
Die Nienburger Kantorei, der gemischte Chor Rehburg, ein großer Chor aus Schülern, Janno Scheller als Bariton und ein Ensemble mit Orgel, Saxophon, Harfe, Schlagzeug und einer faszinierenden Ondes Martenot werden einen kosmischen Sound erzeugen. Letzteres ist ein frühes Instrument der Elektronik aus dem Jahr 1928 mit einem unbeschreiblichen Klang. Die musikalische Leitung hat der Komponist Christian Scheel.
Die Uraufführung wird im Rahmen der erstmals stattfindenden Weserfestspiele am 20. Mai in St. Martin in Nienburg sein. Der Abend beginnt um 20.00 Uhr mit einem offenen Programm inklusive einer Einführung in Thema und Werk. Für die Uraufführung „at nox“ muss es weitgehend dunkel geworden sein, damit die Lichtinstallationen von Michael Suhr ihre Wirkung entfalten kann.
Der Eintritt beträgt auf allen Sitzplätzen mit freier Platzwahl 16,-€.

www.weserfestspiele.de